zuletzt aktualisiert am: 05. Sept. 2017

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 JOHNNY  CLEGG
 Künstler 
 Johnny CleggJOHNNY CLEGG
HUMAN

Auf dem Cover von HUMAN, Johnny Cleggs neuestem Album, tummeln sich viele verschiedene kleine Leute. Die vom Maler und Bildhauer Norman Catherine geschaffenen Wolf - Menschen, Leoparden-Menschen, Flammen-Menschen und Fisch-Menschen widerspiegeln sowohl unseren Charakter als auch unsere Vielfältigkeit und das, was uns zusammen bringt. Wir sind alle anders, aber wir sind alle Menschen! Das ist die Botschaft, die die Lieder des "Weißen Zulu" durchdringt.

Auf der Bühne zusammen mit seinem Tänzer Freund, dem großen, bereits verstorbenen Dudu Zulu, war Johnny Clegg das größte Symbol des Kampfes gegen die Apartheid: schwarz UND weiß zusammen, verbunden im Tanz und im Rhythmus.
Sein Song Asimbonanga (Mandela) war ein weltweiter Hit, sein eigenes Auflehnen gegen das rassistische Süd Afrikanische Regime, für die Befreiung Nelson Mandelas.
Johnny Clegg wird zwangsläufig als Freiheitskämpfer in die Annalen der Rock Musik eingehen. Zwei Jahrzehnte sind vergangen seit Nelson Mandela frei kam und zum Präsidenten jener Nation gewählt wurde, die fortan die "Regenbogen Nation" genannt wurde, und der Schlachtruf "one man one vote" ist längst Wirklichkeit geworden. Natürlich sind die Probleme in Süd Afrika noch lange nicht verschwunden, bittere Armut, AIDS, Arbeitslosigkeit und Gewalt wüten weiter im Land. Für Johnny Clegg wie für alle anderen, die den guten Kampf kämpften, ist der schöne Traum von der Freiheit und der Demokratie Wirklichkeit geworden.

Geboren im Vereinigten Königreich verbrachte Johnny Clegg seine Kindheit in Rhodesien (Heute Zimbabwe) und Süd Afrika. Immer ist er auf die Menschen zu gegangen, ob in seiner Nachbarschaft, den schwarzen Townships, oder den Konzerthallen und Stadien, zuerst mit Sipho Mchunu und Juluka, dann mit Savuka. Schließlich nannte er eines seiner Lieder "Talk to the people". Ohne Zweifel waren es seine gesellige Natur und seine tief verwurzelte Neugier, die ihn dazu brachten, an der Universität von Witwatersrand Soziologie und Anthropologie zu studieren.

Bald versuchte er, seine Theorien über das vermischen und verbinden von Kulturen dem harten Test der Apartheid zu unterziehen. Mit seinem Musikerfreund Sipho wurde er zum Symbol der unmöglichen Harmonie der schwarzen und weissen Tasten auf dem Klavier ihrer Gruppe JULUKA (was auf Zulu "Schweiß" bedeutet), einfach, in dem sie, in Süd Afrika, zusammen sangen und tanzten. Schon mit dem Erscheinen ihrer ersten Schallplatte "Universal Men" im Jahre 1979 wurden sie zum Stachel im Fleisch des rassistischen südafrikanischen Regimes; sie forderten das Gesetz und die Zensoren heraus, um ihre Botschaft, egal wie, unter die Leute zu bringen.
Das JULUKA Abenteuer brachte Clegg mit dem Produzenten Hilton Rosenthal zusammen, ihre Zusammenarbeit sollte 15 Jahre dauern. Johny wurde sehr beeinflusst von der Folk Music eines Bob Dylan oder eines Don MacLean, von Simon and Garfunkels Rock Harmonien und von den Texten Jackson Brownes und Randy Newmans. Diesen amerikanischen touch stellte Johnny der Afro-West-Fusion der Band gegenüber. Obwohl sie ständig auf der Hut vor den Behörden sein mussten schaffte es JULUKA, sich eine treue Fan Gemeinde zu erobern. In sechs Jahren nahmen sie 5 Alben auf, die alle vergoldet wurden. Obwohl sie von keiner Radiostation unterstützt wurden - die wurden von Pretoria streng reglementiert - reichte der Ruf des Duos bald bis Europa und Amerika. Dennoch entschied sich Sipho 1985, zu seiner Farm im Zululand zurückzukehren, und die Band löste sich auf. Daraufhin erfand Johnny SAVUKA ("wir sind aufgestanden" auf Zulu), ließ die Energie von Folk und Rock hinter sich, um wieder tiefer in die schwarze Kultur einzutauchen. Bereits auf dem ersten Album 1987 erwies sich der SAVUKA Cocktail als explosiv.

Besonders in Frankreich hatte "Third world child" einen unglaublichen Erfolg, die Franzosen nannten Johnny fortan den "weißen Zulu". Mit dem Song "Asimbonanga" ("Wir haben ihn (Mandela) nicht gesehen") trug das Album dazu bei, dass die Notwendigkeit, die Apartheid zu beenden, immer mehr Menschen bewusst wurde. (Über eine Million dieses Albums wurden alleine in Frankreich verkauft). Denn während es in Süd Afrika damals verboten war, Bilder von Mandela zu veröffentlichen, war im Rest der Welt der älteste überlebende politische Gefangene der Welt längst zum lebenden Symbol für die Notwendigkeit wirtschaftlicher Sanktionen geworden, um Pretoria zu Verhandlungen mit der schwarzen Mehrheit in Südafrika zu zwingen.

Mit der Veröffentlichung jedes weiteren Albums , "Shadow Man" (1988), "Cruel, Crazy, Beautiful World" (1989), "Heat, Dust and Dreams" (1993), und mit den Welttourneen von JULUKA wurde Johnny Traum Schritt für Schritt wahr. De Klerk beugte sich schließlich dem internationalen Druck und erklärte sich einverstanden, mit dem ANC zu verhandeln. Walter Sisulu kam nach Hause, Mandela wurde endlich frei gelassen und zum Präsidenten gewählt.

1996 baute Johnny JULUKA zu einem anderen Projekt um (Crocodile Love), um später Soloprojekte zu verfolgen : "New World Survivor" (2002) und "One Life (2006). Und er tourte mit seiner ganz eigenen Fusion aus Rock und Zulu Tänzen weiter um die Welt. In seiner 30 jährigen Karriere hat er über 5 Millionen Alben verkauft und ist öfter um die Erde gereist als ein Space Shuttle!

Aber für Clegg zählen Verkaufszahlen nichts. Das beste Labor ist das Leben selbst , und um das zu beweisen hat er nie aufgehört, alles um ihn herum zu beobachten. Letztes Jahr reiste er für einen Dokumentarfilm kreuz und quer durch Südafrika, traf über 400 Künstler, Bildhauer, Musiker, Maler etc, berühmte und unbekannte, und interviewte sie, als gälte es, einen Zustandsbericht über die Lage der Nation und seiner selbst zu erstellen.

Sein neues Album "Human" zehrt von dieser Neugierde, es atmet die "Regenbogen" Erfahrung, in der Rock, Folk und Blues sich mit der gefeierten Afrikanischen Seele in einer Art Kulturschock verschmelzen, was Cleggs Musik schon immer Flügel verlieh.
HUMAN ist ein Pfad, eine Hängebrücke, die Menschen und Kulturen verbindet.
Aufgenommen in Johannesburg und in Brüssel, produziert von Nicolas Fiszman (der auf JULUKAs letztem Album "Crocodile Love" 1997 den Bass spielte) bietet dieses 16. Album mit seinen Afrikanischen und Westlichen Aromen das, was Clegg immer am besten gekonnt hat: seine Musik zusammen zu mischen und uns Geschichten zu erzählen, mit denen er beweist, dass er mit der Anthropologie nie aufhören wird.
Vom tiefen, afrikanischen "Asilazi", in dem er von der größten Herausforderung erzählt, der sich sein Land gegenüber sieht : einen anständigen Job zu finden, aufgenommen mit dem Soweto Gospel Choir und vielleicht seine stärkste Melodie seit "Asimbonanga", bis zum U2-esken Rock bei "Hidden Away Down", das vom Tode Senator Edward Kennedys inspiriert wurde. Von "Magumede" mit den ansteckenden Zulu Beats, die an Johnnys Jugend und Julukas mbaqanga erinnern, bis zum Afro-Cool. akustischen Liebeslied "All I Got is You" spielt Clegg wie ein leibhaftiger Indiana Jones mit dem Klang, in völliger Freiheit, nur auf der Suche nach seinem eigenen Vergnügen - und schenkt uns so unseres.
Der Südafrikanische Singer Songwriter hat keine Angst davor, seinen Hals in die Schlinge zu stecken, und das zeigt er erneut mit "Love in The Time of Gaza", eine Liebesgeschichte, die inspiriert wurde von der fürchterlichen Situation im Gaza Streifen und die gleichzeitig mit einem Augenzwinkern auf Gabriel García Márquez Roman "Die Liebe in Zeiten der Cholera" verweist. Clegg nimmt uns bis nach Süd Amerika mit, wo "Give me the Wonder" mit pulsierender Salsa und Mariachi Fanfaren gewürzt wird.
Vor ein paar Jahren beklagte sich Neil Young darüber, dass "die Zeit, als Musik die Welt verändern konnte, vorbei ist" : das mag heute wahr sein, aber dennoch ist HUMAN ein Rock Album, das die Kraft hat, unsere Sinne auf Reisen zu schicken.

Veröffentlichung am 04.10.2010
 
 
 Konzerte 
 14.11.2013 Karlsruhe, Tollhaus
15.11.2013 Mainz, Phoenixhalle
 
 
 Fotogalerie 
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 Downloads  (nur für Pressezwecke) 
 
Biographie (WORD):Englisch (*.doc)
Fotos:JPEG-Fotogalerie in *.zip-Datei  (385 kb)
 
 
 Offizielle Website 
 www.johnnyclegg.com 
 
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